Serienmittwoch Nr. 56

Heute hat Corly eine wahnsinnig spannende, aber gleichzeitig auch schwierige Aufgabe für uns. Es geht darum, eine Szene zu schreiben über den Serienmittwoch Nr. 54. Damals ging es darum, welche 3 Charaktere wir auf einer einsamen Insel gerne treffen würden. 

Ich habe mich damals für diese drei entschieden:

Axel Miller (Van Helsing)

Constance Bonacieux (The Musketeers)

Stiles Stilinski (Teen Wolf)

Also dann, auf geht’s…

(Vorsicht: Grosser Stiles-Namen-Spoiler!) :D

Die Monsterinsel

Kennt Ihr das, wenn Ihr schlecht träumt? Wenn man nachts aufwacht, weil man beispielsweise von Monstern geträumt hat? Von Monstern auf einer einsamen Insel? Ich schon. Nur dass es bei mir leider kein Traum war.

Mein Leben war noch nie einfach gewesen. Doch was mir letztens widerfahren ist, hat eindeutig alles übertroffen. Es war ein ganz normaler Freitagnachmittag gewesen. Ich war auf dem Weg nach Hause, als ich gegen eine Strassenlaterne lief.

Als ich wieder erwachte, stand ein junger Mann über mir. Er blickte mich an, als hätte ich eine riesige Warze im Gesicht. Moment, hatte ich etwa eine riesige Warze im Gesicht?! Ich tastete über meine Wangen, spürte aber nichts. Ein Glück.

„Wer bist du?“ Der junge Mann betrachtete mich misstrauisch.

Ich kratzte mich am Kopf. Mist, ich konnte mich nicht mehr an meinen Namen erinnern. „Keine Ahnung“, gestand ich daher deprimiert und versuchte, mich aufzurichten.

Er half mir dabei und streckte mir dann seine Hand entgegen. „Tja dann, Namenlose, ich bin Mieczysław.“

„Mi-was?“, fragte ich irritiert.

„Mieczysław. Aber alle nennen mich nur Stiles“, erklärte er mir, bevor er mich mit voller Wucht zu Boden riss. Ein haariges Etwas sprang über uns hinweg. Ich zuckte zusammen und versteckte meinen Kopf unter meinen Armen.

„Was war das denn?“

„Ein Monster, was denn sonst?“ Die Stimme gehörte zu einer Frau. Sie trug etwas altmodische Kleidung und hielt einen Degen in den Händen. Damit zielte sie auf meine Brust.

„Wer ist das?“

„Sie weiss ihren Namen nicht mehr“, kam Stiles mir zu Hilfe.

„Ist das so?“ Die Frau schaute mich eindringlich an.

Ich nickte brav.

„Na gut. Ich bin Constance. Constance Bonacieux.“

„Der Name kommt mir irgendwie bekannt vor“, grübelte ich, aber mir wollte nicht einfallen, wo ich ihn schon einmal gehört hatte. Kein Wunder, ich konnte mich ja nicht einmal an meinen eigenen Namen erinnern.

„Wo sind wir hier eigentlich?“

„Auf der Monsterinsel.“ Constance half uns wieder auf die Beine.

„Monsterinsel?“ Ängstlich sah ich mich um. „Das klingt ja nicht sehr gut.“

„Ist es auch nicht.“ Stiles setzte ein breites Lächeln auf. „Aber keine Sorge, solange du dich an Constance und Rambo hältst, wird dir nichts passieren. Vertrau mir, ich spreche aus Erfahrung. Ich lebe immerhin auch noch.“

„Rambo? Wer zum Teufel ist denn Rambo?“

In diesem Moment hörte ich Schüsse. Gleich darauf kam auch schon ein weiteres Monster in unsere Richtung gerannt. Es lief im Zickzack und schaffte es irgendwie, hinter einem Baum zu verschwinden.

„Das da ist Rambo.“ Stiles zeigte auf einen Mann. Er hatte tatsächlich Ähnlichkeiten mit Rambo. Er hatte eine Zigarette im Mund und warf mir einen misstrauischen Blick zu. Ausserdem trug er eine Tarnuniform und eine Waffe.

„Axel Miller, zu deinen Diensten“, brummte er und hängte sich die Waffe um die Schultern.

„Also doch nicht Rambo“, sagte ich enttäuscht.

„Aber sowas in der Art“, versprach Stiles.

„Und was machen wir hier?“, wollte ich wissen und wischte mir etwas Dreck von meinen Jeans.

„Gegen Monster kämpfen.“ Constance steckte ihren Degen weg.

„Und wie lange macht ihr das schon?“

Stiles zuckte mit den Schultern. „Eine Weile?“

Axel nickte. „Zumindest lange genug. Aber das ist immer noch besser als mein letzter Auftrag. Üble Vampire, ich sag’s euch.“

„Vampire?“ Ich starrte ihn entsetzt an.

„Alle tot“, versicherte er und zündete sich die nächste Zigarette an.

„Er meint richtig tot“, erklärte mir Stiles, hilfsbereit wie er war.

„Gut zu wissen.“ Ich schauderte trotzdem.

Axel schob mir eine Pistole zu. „Da, Kleine. Jetzt geht’s auf die Jagd.“

Ich streckte das Ding so weit weg von meinem Körper wie möglich und starrte es an, als hätte man mir eine tote Maus in die Hand gedrückt. „Was soll ich damit?“

„Monster abknallen, natürlich.“ Axel brachte seine Waffe in Position. Dann schlich er in den Wald hinein. Constance zückte ihren Degen und folgte ihm.

Ich starrte Stiles an. „Ist das ihr Ernst?“

„Leider.“

„Kämpfst du denn nicht?“

Er sah mich an. „Sehe ich etwa aus, als könnte ich gegen Monster kämpfen? Ganz sicher nicht. Ich bin hier nur für die Unterhaltung zuständig.“

„Kann ich auch für die Unterhaltung zuständig sein?“, flehte ich leise.

Er schüttelte den Kopf. „Nope, der Job ist schon vergeben. Tut mir leid.“

Ich schnitt eine Grimasse und machte mich dann daran, den beiden in den Wald zu folgen. Monster jagen. Klar. Sonst noch was?

Ich hörte ein lautes Knurren hinter mir. O-oh. Nicht gut. Ich wagte nicht, mich umzudrehen. Ich fürchtete, einem riesigen Monster gegenüberzustehen. Und das war echt keine schöne Vorstellung. Schliesslich nahm ich doch noch all meinen Mut zusammen (es war echt nicht viel), und drehte mich um.

Anstatt gegen ein riesiges Monster kämpfen zu müssen, lief ich gegen eine Strassenlaterne.

11 Gedanken zu “Serienmittwoch Nr. 56

  1. Huhu,

    auch diese Geschichte gefällt mir richtig gut. Besonders das mit der Straßenlaterne (erinnert mich an einen gewisse Tolpatischigkeit von der mir jemand mal erzählt hat :-). Stiles hat mir besonders gut gefallen.

    Toll, dass du mitgemacht hast. Darf ich deinen Text in meiner Schreibwerkstatt verlinken?

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

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